
Macht und Spiel: Haustiere sind in der Regel weder autonom noch selbstständig lebensfähig und somit eines grundlegend auszeichnenden Lebenskriteriums beraubt. Dennoch werden sie von ihren jeweiligen Besitzern meist als ein vollwertiges Familienmitglied geliebt und geschätzt, umsorgt und verhätschelt. Charaktereigenschaften wie „aufrichtig“, „ehrlich“ und „treu“ werden ihnen zugeschrieben, ihre Persönlichkeit wird als individuell und einzigartig gewertet.
Macht und Spiel zeigt anhand des Beziehungskonstrukts Mensch – Kaninchen, dass das Verhältnis zwischen Mensch und Haustier stets ein Machtspiel ist, gleich unter welchem Aspekt man es betrachtet. Vom Kuscheltier für Kinder, vom Felllieferanten für Pelzmäntel bis hin zum Versuchstier im Labor; das Schicksal eines Tieres unterliegt allein einer von Austauschbarkeit bestimmten, menschlichen Willkür.







Idee und Umsetzung: Simone Holz (2006)
© 2005-2008 Simone Holz und Carolin Zisch